• Merhaba!

    I learn something new every day, strive to stay curious, and deeply value, as well as actively defend, the principles of diversity and free journalism. My heart and soul have their roots in Istanbul and Trabzon and my birthplace Witten an der Ruhr. My mind draws strength from my home in North Rhine-Westphalia, Germany, and from many journeys, especially to the USA

  • Für Radio schlägt mein Herz!

    Ich kenne dieses Gefühl, das auch nach über 30 Jahren in diesem Beruf nie an Kraft verliert: Immer wenn das Rotlicht im Radio-Studio leuchtet und die Mikros angehen, findet das gesprochene Wort seinen Weg. Egal ob ein altes Transistorradio, ein DAB-Radio im Auto oder der Stream im Smart-Speaker.

  • Drei Jahrzehnte Rotlicht

    Anfang der Neunziger habe ich morgens Zeitungen und abends Romane im Radio gelesen. So viele Menschen hörten zu. Mein Weg ging über Köln Radyosu, der Kultsendung in türkischer Sprache in Deutschland. Danach kamen einige Jahre im Regionaljournalismus. Heute arbeite ich täglich daran, Journalist*innen in der Auslandsberichterstattung den Weg frei zu machen für unabhängige Berichterstattung.

  • Crossmedial

    Neben Radio arbeiten wir im Fernsehen, Online mit Texte und Bildern. Der Journalismus ist vielfältig. Doch die Kraft des gesprochenen Wortes bleibt, egal wie sehr sich die Welt wandelt. Vive la radio, vive le journalisme libre!

Foto: Madrid, 2018, by Eleazar Veledo Pérez.

Murad Bayraktar ist Journalist aus Köln. Er ist Leiter der ARD-Koordination beim WDR und arbeitet für die Chefredaktion Politik & Zeitgeschehen und die Chefredaktion Aktuelles (Newsroom). Zuvor hat er die elf Landesstudios des WDR geleitet und war für die crossmediale Marke Lokalzeit zuständig. In der Türkei (Istanbul) arbeitete Murad Bayraktar von 1992-1996 als Nachrichtenredakteur und freier Journalist, 1997 kam er als freier Journalist zum WDR, arbeitete auch für andere öffentlich-rechtliche Anstalten. Anfang 2003 wurde er Redakteur, 2009 übernahm er die Leitung der türkischen Redaktion, die u.a. für die Kult-Sendung Köln Radyosu verantwortlich war.

Biografie

Murad Bayraktar (*23. August 1973 in Witten) ist ein deutsch-türkischer Journalist, Autor, Moderator und Rundfunkredakteur und Medienmanager.

Er wuchs in Deutschland und der Türkei auf und besuchte in Istanbul ein Internat, bevor er an der Universität Istanbul Anglistik und Amerikanistik studierte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland setzte er sein Studium an der Ruhr-Universität Bochum fort und schloss mit einem Magister in Politik, Soziologie und Anglistik ab.

Seine journalistische Laufbahn begann Bayraktar in den frühen 1990er-Jahren als Nachrichtenredakteur und freier Journalist in Istanbul. Ab 1997 arbeitete er als freier Mitarbeiter für den Westdeutschen Rundfunk (WDR), für die Deutsche Welle sowie für das Jugendmagazin Türkis. Zudem übernahm er die Chefredaktion der interkulturellen Onlineplattform cafeterra.de und produzierte für den türkischen Sender TRT eine 13-teilige TV-Reihe zur Jugendkultur in Europa.

2003 wechselte Bayraktar fest zum WDR, zunächst zu Funkhaus Europa (heute Cosmo). Dort leitete er ab 2009 die türkische Redaktion. 2013 wurde er in die Chefredaktion der Landesprogramme Hörfunk nach Düsseldorf berufen und übernahm ab 2017 die stellvertretende Leitung des WDR-Landesstudios Düsseldorf. 2019 verantwortete er als Leiter der crossmedialen Programmgruppe Landesstudios die Lokalzeit-Formate auf allen Ausspielwegen und baute die Digital-Einheit der Landesstudios auf. 2021 wechselte er in die WDR-Sendezentrale nach Köln, wo er die ARD-Koordination des WDR leitete, Teil des Leitungsteams des WDR-Newsrooms und der Chefredaktion Politik & Zeitgeschehen war und zeitweise kommissarisch die Auslandsredaktion führte.

Zum 1. Juni 2025 übernahm Bayraktar die Leitung der Hauptabteilung Programmmanagement bei Deutschlandradio. In dieser Funktion verantwortet er lineare und non-lineare Audioangebote, Sendung und Produktion, Dokumentation und Archive sowie Redaktionssysteme und -prozesse.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit engagierte sich Bayraktar im KulturForum TürkeiDeutschland, im Dokumentationszentrum und Museum über Migration in Deutschland sowie als Gründungsmitglied des Vereins Neue deutsche Medienmacher*innen. 2005 war er John J. McCloy Journalism Fellow des American Council on Germany. Außerdem wirkte er an mehreren Hörspielproduktionen mit, darunter Misafir / Gast-Spiele und Cenaze / Die Beerdigung, die beim WDR prämiert wurden.