Foto: Madrid, 2018, by Eleazar Veledo Pérez.
Murad Bayraktar ist Journalist aus Köln. Er ist Leiter der ARD-Koordination beim WDR und arbeitet für die Chefredaktion Politik & Zeitgeschehen und die Chefredaktion Aktuelles (Newsroom). Zuvor hat er die elf Landesstudios des WDR geleitet und war für die crossmediale Marke Lokalzeit zuständig. In der Türkei (Istanbul) arbeitete Murad Bayraktar von 1992-1996 als Nachrichtenredakteur und freier Journalist, 1997 kam er als freier Journalist zum WDR, arbeitete auch für andere öffentlich-rechtliche Anstalten. Anfang 2003 wurde er Redakteur, 2009 übernahm er die Leitung der türkischen Redaktion, die u.a. für die Kult-Sendung Köln Radyosu verantwortlich war.

Biografie
Murad Bayraktar (*23. August 1973 in Witten) ist ein deutsch-türkischer Journalist, Autor, Moderator und Rundfunkredakteur und Medienmanager.
Er wuchs in Deutschland und der Türkei auf und besuchte in Istanbul ein Internat, bevor er an der Universität Istanbul Anglistik und Amerikanistik studierte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland setzte er sein Studium an der Ruhr-Universität Bochum fort und schloss mit einem Magister in Politik, Soziologie und Anglistik ab.
Seine journalistische Laufbahn begann Bayraktar in den frühen 1990er-Jahren als Nachrichtenredakteur und freier Journalist in Istanbul. Ab 1997 arbeitete er als freier Mitarbeiter für den Westdeutschen Rundfunk (WDR), für die Deutsche Welle sowie für das Jugendmagazin Türkis. Zudem übernahm er die Chefredaktion der interkulturellen Onlineplattform cafeterra.de und produzierte für den türkischen Sender TRT eine 13-teilige TV-Reihe zur Jugendkultur in Europa.
2003 wechselte Bayraktar fest zum WDR, zunächst zu Funkhaus Europa (heute Cosmo). Dort leitete er ab 2009 die türkische Redaktion. 2013 wurde er in die Chefredaktion der Landesprogramme Hörfunk nach Düsseldorf berufen und übernahm ab 2017 die stellvertretende Leitung des WDR-Landesstudios Düsseldorf. 2019 verantwortete er als Leiter der crossmedialen Programmgruppe Landesstudios die Lokalzeit-Formate auf allen Ausspielwegen und baute die Digital-Einheit der Landesstudios auf. 2021 wechselte er in die WDR-Sendezentrale nach Köln, wo er die ARD-Koordination des WDR leitete, Teil des Leitungsteams des WDR-Newsrooms und der Chefredaktion Politik & Zeitgeschehen war und zeitweise kommissarisch die Auslandsredaktion führte.
Zum 1. Juni 2025 übernahm Bayraktar die Leitung der Hauptabteilung Programmmanagement bei Deutschlandradio. In dieser Funktion verantwortet er lineare und non-lineare Audioangebote, Sendung und Produktion, Dokumentation und Archive sowie Redaktionssysteme und -prozesse.
Neben seiner journalistischen Tätigkeit engagierte sich Bayraktar im KulturForum TürkeiDeutschland, im Dokumentationszentrum und Museum über Migration in Deutschland sowie als Gründungsmitglied des Vereins Neue deutsche Medienmacher*innen. 2005 war er John J. McCloy Journalism Fellow des American Council on Germany. Außerdem wirkte er an mehreren Hörspielproduktionen mit, darunter Misafir / Gast-Spiele und Cenaze / Die Beerdigung, die beim WDR prämiert wurden.